Für das Jahr 2026 soll der Hebesatz der Grundsteuer B von 930 auf 1.400 Prozentpunkte angehoben. Diese Entscheidung ist notwendig, damit die Gemeinde Inden handlungsfähig bleibt und weiterhin ihre wichtigsten Aufgaben erfüllen kann.
Die finanzielle Lage der Gemeinde ist nicht komplett selbst verschuldet. Durch den Tagebau hat Inden rund zwei Drittel seiner Fläche verloren und somit weniger Platz für Einwohner, Gewerbebetriebe und neue wirtschaftliche Entwicklungen.
Im Jahr 2024 betrug das Haushaltsdefizit 5,5 Millionen Euro. Dauerhaft fehlen der Gemeinde jährlich 4 bis 6 Millionen Euro, um ihre Aufgaben zu finanzieren. Trotz Sparmaßnahmen reicht das vorhandene Geld nicht aus, da viele Leistungen gesetzlich vorgeschrieben sind.
Die Anhebung der Grundsteuer ist Ausdruck dieser schwierigen Situation. Gleichzeitig fordert die Gemeinde Inden von Bund und Land, die Eigenanteile der Strukturwandelprojekte vollständig zu übernehmen und die Gemeinde dauerhaft finanziell zu unterstützen, um eine lebenswerte Zukunft für alle Bürgerinnen und Bürger zu sichern.
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